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Paläste, Hütten, Hochverrat

Gießen 1834: Hier schrieb Büchner das »Ur-Manuskript« der revolutionären Flugschrift

25.08.2013 | 11.00 Uhr | Altes Schloss/Brandplatz

In welchem Verhältnis stand Georg Büchners politisches Denken zu der Philosophie der Tat des »Giessener Unbedingten« Karl Follen, den der Historiker Heinrich von Treitschke als den »deutschen Robespierre« bezeichnet hat?

Büchner hatte nicht nur während seines Studiums in Straßburg die aktuellen französischen Revolutionsbestrebungen kennen gelernt, sondern er stand auch von seiner Herkunft her in der Tradition des deutschen oppositionellen Denkens, das sich aus den anti-napoleonischen Kämpfen 1813–1815 gebildet und in der Wartburgfestbewegung 1817 gefestigt hatte. In die Spuren dieser Bewegung tauchte er wieder verstärkt ein, als er sich 1833 in Gießen immatrikulierte.

Der Stadtrundgang verfolgt die Zusammenhänge zwischen dem Wartburgfest (195. Jahrestag am 18. Oktober 2012), das mit Blick auf den radikalen Flügel der Gießener Studentenschaft gewichtet wird, und Georg Büchners personellen (Wilhelm Schulz, Ludwig Weidig) und ideellen (Karl Follens »Hohes Lied«, Attentat Karl Sands auf August von Kotzebue) Berührungspunkten mit der Wartburgfestbewegung.

Referent: Peter Schlagetter-Bayertz

Treffpunkt: Altes Schloss/Brandplatz

25.08.2013 | 11.00 Uhr

Teilnahmebeitrag: 5,– €

Anmeldung: Tourist-Information Gießen: Tel.  0641 - 306 18 90

Veranstalter: Tourist-Information Gießen