Führung

Der »Hessische Landbote«,
eine hochverräterische Flugschrift

Gießen als zentraler Ort des Projekts »Landbote«

20.10.2012 | 15.00 Uhr | Altes Schloss/Brandplatz

Im Mittelpunkt der Darstellung steht die in Gießen 1834 entstandene berühmteste, radikalste und eindruckvollste Flugschrift des Vormärz.
Die Beteiligten an diesem Projekt haben hier viele Spuren hinterlassen, denen dieser Spaziergang folgt.

· In Georg Büchners Zimmer im Seltersweg entstand das Manuskript.

· Über den Gießener August Becker lernt Büchner die zentrale Führungspersönlichkeit der oberhessischen Demokratiebewegung, Rektor Weidig aus Butzbach, kennen.

· Weidig überarbeitete das Manuskript Büchners und organisiert eine Versammlung auf der Badenburg, auf der die Konzeption der Flugschrift diskutiert und abgeändert wurde.

· Überwiegend Gießener Studenten übernehmen den Transport der gedruckten hochverräterischen Flugschriften zu den Verteilstellen, wobei Carl Minnigerode am Selterstor festgenommen wird, da das Unternehmen verraten worden ist.

· Das großherzogliche Hofgericht in Gießen leitet die anschließende Verfolgung von ca. 50 Beteiligten am Projekt ein und verurteilt die, die sich nicht durch Flucht entziehen können.

Referenten: Dr. Rolf Haaser/Peter Schlagetter-Bayertz

Treffpunkt: Altes Schloss/Brandplatz

Teilnahmebeitrag: 5,– €

Veranstalter: Tourist-Information Gießen.

Kooperationspartner: Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert